Ramy Al-Asheq, Literatur, 2018

lebt in Berlin

Ramy Al-Asheq ist ein syrisch-palästinensischer Dichter, Journalist, Kurator. Er hat fünf Gedichtbände auf Arabisch veröffentlicht. Seine Texte wurden ins Bosnische, Deutsche, Englische, Französische, Kurdische und Spanische übersetzt. 2014, Stipendium Heinrich-Böll-Haus Langenbroich. 2015, Literaturpreis Al-Qattan-Stiftung, Ramallah. 2017, Launch des deutsch-arabischen Kulturmagazins FANN. 2018, Kurator am Literaturhaus Berlin, Mitgründer der Arabisch-deutschen Literaturtage Berlin, Stipendien Künstlerhaus Lukas (Arenshoop) und Künstlerdorf Schöppingen.

Berlin-Stipendium

لم ينتبه أحد لموتك

Residency Projekt

لم ينتبه أحد لموتك

[Niemand bemerkte deinen Tod]

2019, interdisziplinäre Performance

 

Und der Krieg ist mein Krieg
und Blut füllte das Paradies
und mischte sich mit Körperteilen
und das Land der Anderen triumphierte
– andere als ich –
werde ich besiegt?
Ich bin schon besiegt.
Und meine Verwüstung stellt mich nicht bloß!

In seiner Lyrik reflektiert Ramy Al-Asheq Themen wie Leben, Tod, Krieg und Überleben. In seinem epischen Gedicht Niemand bemerkte deinen Tod befasst er sich, basierend auf den Erfahrungen von Krieg und Tötung durch Folter in den Gefängnissen Assads in Syrien, zudem mit Religion, Dichtung und der menschlichen Existenz.
Die Idee zu dieser Performance stammt von der visuellen Künstlerin Abeer Farhoud, die Ramy Al-Asheq kontaktierte, um ihn für ein kollaboratives Projekt zu gewinnen. Al-Asheq brachte sein Gedicht Niemand bemerkte deinen Tod ein, und Farhoud schlug vor, eine Performance zu inszenieren, die eine Lyrik-Lesung mit dem Erschaffen einer Skulptur verbinden sollte. Nach einer Reihe von Gesprächen
und weiteren Recherchen lud Al-Asheq die Schauspielerin und Performerin Maya Omaia Keesh ein, ebenfalls am Projekt mitzuwirken, das die künstlerischen Erfahrungen der drei sowie ihre Gedanken und Kreativität in einer Performance vereinen soll.

 

Text: Ramy Al-Asheq; Skulptur: Abeer Farhoud; Performance: Maya Omaia Keesh; Sprachen: Arabic with German and English Surtitles; Übersetzungen: Dina Aboul Hosn and Dr Levi Thompson (English), Monika Rinck (German)

Uraufführung 4.5.2019, Eröffnung AGORA ARTES, Werkpräsentation JUNGE AKADEMIE 2019