Regina Fredriksson, Darstellende Kunst, 2019

*1986 in Lidköping, lebt in Kopenhagen

Die Sopranistin Regina Fredriksson studierte am Det Kongelige Danske Musikkonservatorium in Kopenhagen. 2011 schloss sie das Gesangsstudium bei Eva Hess Thaysen und Hanna Hjort mit dem Bachelor ab und erwarb 2013 ihren Master mit summa cum laude. Während ihres Studiums übernahm sie unter anderem die Rolle des Kindes in Maurice Ravels Das Kind und der Zauberspuk, spielte eine Nonne in Francis Poulencs Gespräche der Karmeliterinnen auf der alten Bühne der Königlichen Oper in Kopenhagen und war die Sopranstimme in Gioachino Rossinis Messvertonung Petite Messe Solennelle.

Berlin-Stipendium

„Omnia tempus habent“

Residency Project

Omnia tempus habent (Alles hat seine Zeit)

2019/2020, Performance

Ich möchte verschiedene Dimensionen von Zeit und Raum erforschen – und zwar unter einem ganz bestimmten Aspekt des Lebens: Omnia tempus habent (Alles hat seine Zeit). Dies ist mein Ausgangspunkt. Ist die Zeit für bestimmte Dinge im Leben und wie diese sich positionieren lediglich das Ergebnis der verschiedenen Entscheidungen, die wir im Leben treffen, und wie sich diese auf uns auswirken – oder ist es eine Reaktion darauf? Wie lässt sich Raum mit diesen Gedanken vergleichen oder in Beziehung setzen? Das Kreieren von Raum in unterschiedlichen Lebenssituationen, die Verbindung zu den inneren Gefühlen und Energien. Raum in der Zeit, besonders wenn wir uns
in einem begrenzten Raum eingeschlossen oder eingeschränkt fühlen – wie ist das zu sehen? Und wie in unseren schwächsten Momenten? Das innere Gefühl unseres Seins, wie lässt sich dieses in den Raum übertragen? Raum in Bewegung und Bewegung als Zeichen des Vergehens von Zeit. Was können wir überhaupt verarbeiten, was wird verarbeitet werden, was können wir überhaupt steuern, was wird gesteuert werden? Was ist oder was könnte sein? Was ist die Verbindung und was steht zwischen dem, was die Bewegungen mit dem Raum verbindet? Welche Rolle spielt die Stille bei dieser Verbindung? Was ist es, das wir mit unseren Gefühlen ganz ohne Worte ausdrücken? Am
Ende sind es unsere Erfahrungen, die möglicherweise in der Lage sind, die Perspektive, den Raum, die Dimension einer Person und ihres Glaubens zu verändern.

 

Konzept, Performance: Regina Fredriksson; Performer*in: Regina Fredriksson (Sopran), Matthias Bauer (Kontrabass); Regie: Arila Siegert; Coaching: Katrin Kapplusch

Musik: Weidenlied der Desdemona aus Gioachino Rossinis Otello / Improvisation von Matthias Bauer über den Affekt der Angst / Omnia tempus habent von Arne Mellnäs, aus dem Buch der Prediger, Kohelet oder Ecclesiastes, Altes Testament / Rezitativ und Lamento der Dido aus Dido and Aeneas von Henry Purcell

Uraufführung 1.2.2020, Eröffnungswochenende Where the Story Unfolds, Werkpräsentation JUNGE AKADEMIE 2020

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