Experimenteller Kurzfilm

„Expo Pandemic“ – Der iranische Filmemacher Farhad Delaram verbrachte die Monate des Lockdowns in seinem Atelier am Hanseatenweg

Farhad Delaram

Mit Ausbruch der Pandemie im März 2020 wurden alle Standorte der Akademie der Künste geschlossen, der sonst so rege Kulturbetrieb kam von heute auf morgen zum Erliegen. Der iranische Filmemacher und Stipendiat der JUNGEN AKADEMIE Farhad Delaram verbrachte die Monate des Lockdowns in seinem Atelier in der Akademie am Hanseatenweg. Umgeben von der Leere der Räume, dokumentierte er die neue Atmosphäre am Ort und seine Eindrücke in dem Film Expo Pandemic. Er zeichnet die Bewegung von der totalen und bedrohlichen Stille der Pandemie, die die einst belebten Räume wie einen Teppich überzieht, bis zum Ende des Lockdowns und den ersten Kontakten zur Außenwelt.

*1988 in Teheran

Seine Liebe zum Kino bewegte Farhad Delaram an der Universität in Teheran Film zu studieren, wo er seinen Fokus auf den Aspekt von Sound im poetischen Kino legte und mit Auszeichnung sein Studium abschloss. Er veröffentlichte u. a. eine theoretische Abhandlung über das Kino im Kontext des AVANCA Kongresses 2016. Delaram arbeitet bereits seit 12 Jahren als Drehbuchautor für das offizielle iranische Radio wie Fernsehen, für unabhängige Filmstudios und sowie an eigenen Projekten. Er realisierte sechs Independent Kurzfilme (als Regisseur, Autor, Fotograf, Schnitt und Tontechniker), davon zwei Dokumentationen und vier Kurzspielfilme. Sein Film Tattoo (2019) wurde mit dem Gläsernen Bären für den besten Kurzfilm im Wettbewerb Generation 14plus auf den 69. Internationalen Filmfestspielen Berlin ausgezeichnet. Zurzeit lebt und arbeitet er in Berlin

Filmografie

Expo Pandemic, 2020, experimenteller Kurzfilm, Dokumentation

Tattoo, 2019, Kurzfilm

Away from Home, 2017, Kurfilm

Like the Last Day, 2016, Kurzfilm

Garbage Dance, 2015, Kurzfilm, Dokumentation

Wax, 2015, Kurzfilm

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